Närrische Weiber sind los - aber Männer in Überzahl

Quelle: Schaumburger Zeitung - 17.02.2012 - Rinteln

Rinteln (dil). Eigentlich haben die Rintelner Narren den Rathausschlüssel ja schon seit dem 11.11.11, aber für den Hexensturm gestern gab es noch einmal ein Holzexemplar aus der Hand des stellvertretenden Bürgermeisters Karl Lange (2. v. l.).

Doch viel mehr hatten es die verkleideten und zum Teil mit Besen ausgerüsteten närrischen Weiber auf die Zierde des Männerhalses abgesehen - und mit Scheren machten sie reichlich Krawattenbeute. Elferratspräsident Hans-Hermann Stöckl (M.) wunderte sich, wie ruhig es im Rathaus war.

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Kein Wunder - gleichzeitig lief ein Blutspendetermin im anderen Gebäude. So blieben seine Spottverse auf die Beamten von diesen ungehört: "In Rinteln ist jetzt Hexenzeit, gefährdet sind nun alle Männer - bis auf diese Rathauspenner." Aber beim Zuprosten gab es Lob: "Nur mit dem Sekt, und das macht Sinn, das kriegen die jetzt langsam hin."

Leicht angeschwipst zog die von Viktor Pidpalyy und Akkordeon begleitete Narrenschar (Männer leicht in der Ü,berzahl) weiter zu Volksbank, Sparkasse und Geschäften. Das Singen kam dabei nicht zu kurz. "Heute haun wir auf die Pauke" und andere Schunkellieder hielten die Stimmung zwischendurch konstant auf hoher Temperatur.