Geplant: Drachenbootrennen auf der Weser

Rinteln (wm).

Auch in Rinteln soll es jetzt ein Drachenbootrennen geben – und zwar am Sonntag, 20. September, und nicht wie in Obernkirchen im Schwimmbad über eine Umlenkrolle, sondern rund 300 Meter auf der Weser. Start wäre dann am Anleger des Kanuclubs, das Ziel an der Weserbrücke.

Das haben gestern in einem ersten Planungsgespräch die Organisatoren dieses Outdoor-Happenings festgelegt. Dabei sind federführend der Rintelner Karnevalsverein, Kanu-Club, Motoryachtclub, Wassersportverein, die Feuerwehr, die DLRG-Gruppen aus Rolfshagen und Rinteln, und die Schützen, die auch die Bewirtung der Zuschauer übernehmen wollen.

Die Boote stellt der Mindener Drachenboot-Club, dessen Vorsitzender Peter Wanek den Rintelnern eine Menge Tipps mit auf den Weg gab, wie man so eine Veranstaltung aufs Wasser bringt.

Zwei Boote sollen jeweils starten, vom Ziel müssen die Boote dann auf der Weser gegen die Strömung zum Kanuanleger zurückgepaddelt werden. Wanek verspricht: „Das wird ein Kraftakt und für die Akteure die längsten Minuten ihres Lebens. Das ist kein Tauziehen im Pool, sondern auf fließendem Gewässer eine echte Herausforderung“.

Es wird einen „fliegenden Start“ geben, eine Stegmannschaft soll für das reibungslose Ein- und Aussteigen der beiden Paddelteams sorgen – immerhin 40 Personen, die da logistisch bewegt werden müssen.

Wer auf die Weser will, muss zunächst einige bürokratische Hürden nehmen. So verhandelt Franz Josef Stöckl, unterstützt vom Rintelner Motoryachtclub, mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt. Unter anderem müssen „Zeitfenster“ für die Weserschifffahrt vereinbart werden, sollte ein Schiff durchfahren wollen.

Für die Sicherheit auf dem Wasser sorgen die Profis von der DLRG und der Feuerwehr, beide Organisationen mit eigenen Booten. Erfahrung haben sie schon: Dirk Ackmann berichtete, beim Rennen in Hameln sei ein Boot gekentert, „dann sind zwanzig Insassen im Wasser, da muss alles schnell gehen“. Doch am meisten Stress hätte es verursacht, das 12 Meter lange, 250 Kilo schwere Drachenboot noch vor dem Wehr ans Ufer zu kriegen.

So wurde dann auch in der Runde am Mittwochabend diskutiert, ob die Teilnehmer Schwimmwesten tragen müssen oder nicht – vorläufige Entscheidung: Zumindest die Jugendlichen.

Weil es der schwierigste Job ist, das Drachenboot zu steuern, stellt der Mindener Drachenbootclub mit vier Booten auch vier Steuerleute. Wer übrigens vorher üben möchte, kann sich in Minden melden – eine Übungseinheit kostet rund 40 Euro. Und vor dem Einsteigen erhalten die Paddler außerdem einen gründlichen Sicherheitscheck. Das Wichtigste: Aufstehen verboten, sonst kentert das Boot.

Rein rechnerisch, ermittelte man bei dem Arbeitsgespräch im Rintelner Kanu-ClubBootshaus, könnten zwischen 14 und 16 Boote starten, mehr nicht.

Das Problem:
Durch den Gottesdienst in der katholischen Kirche ist kein Start vor 11 Uhr möglich – die Trommler und die Starthupe würden den Gottesdienst stören. Platz für Zuschauer soll es sowohl auf der Brücke wie an beiden Weserufern geben.

Mitmachen kann jeder ab 14 Jahren, ob Mann oder Frau, sowie Teams von Firmen, Institutionen, Vereinen, Fitnesstudios und Kegelclubs. In ein Boot passen zwanzig Paddler.

Anmeldung: Infos bei Paul Egon Mense unter (0 57 51) 91 75 59.

Volle Kraft vorraus: Am 20. September können Teams ihre Stärke zeigen. Die Rennstrecke führt vom Kanu-Club stromabwärts zur Weserbrücke. Foto: tol